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Ehemalige Glockengießerei Heidelberg

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2003 -1999

Städtebau – Architektur:

Ein urbanes Quartier für Wohnen und Arbeiten  entstand auf dem ehemaligen Fabrikgelände einer  Glockengießerei in Heidelberg, gelegen an  der  Kürfürsten-Anlage mit einem angrenzendem alten Parkgelände, keine 2 km vom Bahnhof entfernt.

Quartiere: Die Quartiere sind als 5-geschossigen Blöcke, mit zurückgestaffelten Dachgeschoß und  10 Grad geneigten,  extensiv begrünten Dächern ausgeführt.

Das Erdgeschoß liegt 1,30 m über dem Straßenniveau um die Privatheit der Mieter zu gewährleisten. Die großen Bautiefen im Erd- und 1. OG sind für  Büros genutzt.  Im 1 OG  entstanden für die Mieter großzügige 5,00 m tiefe  Gärten mit Terassen .

Büroriegel: Ein 7-geschossiger Riegelbau  entstand als Abschluss der Block-Quartiere zur  Kurfürsten Anlage.

 Turm: Im Zentrum der ehemaligen  Glockengießerei  steht heute ein 7-geschossiger Büro-Turm,  mit einer Lounge im Dachgeschoß, mit einen herrlichen Blick über die Stadt Heidelberg und die Umgebung.

Untere Erschließungsebene – 2,85 m: Der ruhende Verkehr ist als natürlich belichtete „Untere Erschließungsebene“. mit abgesenkten Innenhöfen entstanden. Ein seitlichen umlaufendes  ca. 1 m hohes Belichtungsfensterband  lenkt das Tageslicht in  die  darunter liegende Parkfläche. Die Innenhöfe sind mit  Glasfenster vor den Schall des an und abfahrenden Autoverkehrs geschützt.

 

Landschaftsarchitektur:

Ökologie: Eine verdichtete Bebauung mit einer  GFZ von 2.0 bedeutet  nicht auf eine grüne natürliche Umwelt zu verzichten. Auf  dem 12.650 m2 großem Grundstück entstanden 12.000 m2 begrünte Flächen; 4000 m2 extensive Dachbegrünung, 2000 m2 Intensive Dachbegrünung, 2000 m2 Pflanzflächen mit natürlichem Erdanschluß, 4000 m2 Fassadenbegrünung.

Grüne umgekehrte Pyramide: Die Überlagerung der 5 geschossigen Stadthäuser mit Grün und Gärten ist eine städtische wie ökologische Aufgabe für ein gesundes Klima in der Stadt. In den 3 Innenhöfen entstanden „umgekehrte grüne Pyramiden“ aus Rankspalieren, mit überdachte Lauben, Gärten, und Sedumdächern. Das Regenwasser wird durch  mineralische Substrate in Trinkwasserqualität gereinigt und wiederverwendet.

7 grüne Ebenen: Beginnend bei der unteren natürlich belichteten Erschliessungsebene – 2,85 m, mit den dicht bepflanzten Höfen mit einem natürlichen Erdanschluss in denen die großen Glockenbäume stehen und die Glyzinien die bis ins Dachgeschoß wachsen, bis zum extensiven Grün Dach  + 14,00 m verflechten sich 7 Gartenebenen zu einer räumlich interessanten Grünlandschaft.

Planung Freianlagen: Prof. Erich Schneider-Wessling( LP 1-4)  und  Martin Rudolf  Köln ( LP 1-8)

Planung Städtebau: Büro Prof. Erich Schneider-Wessling, Köln

Planung Architektur: Büro Prof. Erich Schneider-Wessling Büroriegel; Büro Schröder-Stichs Quartier A; Büro Joest-Walther Quartier B; Büro Hartmann+Hauss Quartier C+Turm.